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Montag, 30. August 2010

Helden ihrer Zeit #6 - Immanuel Kant

Vorbilder für Generationen



Immanuel Kant (* 22. April 1724 in Königsberg; † 12. Februar 1804 ebenda)


Deutscher Philosoph im Zeitalter der Aufklärung


Seine Antwort auf die Frage was denn Aufklärung sei ist eine, welche sich ein jeder zu Herzen nehmen sollte:
„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“

Seine Begründung des ethischen Verbots von Tierquälerei:
Er sprach sich gegen Tierquälerei aus, weil seiner Ansicht nach Tierquälerei zu einer Verrohung des Menschen führt und das Mitleid am Menschen abgestumpft wird. Die Grausamkeit gegen die Tiere ist der Pflicht des Menschen gegen sich selbst entgegengesetzt.

Auf Tierquälerei sollte also nach diesem Weltbild nicht verzichtet werden um der Tiere willen, nicht wegen dem Leid, das die Tiere ertragen müssen, sondern um der Menschen willen.

Auch in der Dankbarkeit für lang geleistete Dienste eines alten Pferdes oder Hundes sah Kant eine direkte Pflicht des Menschen gegen sich selbst.

Auch wenn ein Teil dieser Argumentation auf Vermutungen beruhen mag, so erscheint es doch naheliegend, daß jemand, der dankbar für die Dienste seines alten Wachhundes ist und ihm deshalb ein Gnadenbrot gewährt, auch eher jemand sein wird, der die Dienste seiner Mitmenschen zu schätzen weiß.

Genauso erscheint es nicht einleuchtend, wieso jemand, der Tiere quält, ein besonders feinfühliger Mensch sein sollte.

Wenn also der Geist des Menschen durch die Grausamkeit gegenüber Tieren verrohen sollte, dann läge ein Verzicht auf Tierversuche durchaus in seinem Eigeninteresse.


Ich finde diese Schlussfolgerung sehr interessant, da ich bis zum lesen jener Zeilen, in erster Linie an das wohlergehen des Tieres gedacht habe (und immernoch tue), aber nicht den Menschen selbst in betracht gezogen habe. Kants Schlussfolgerung stellt demnach - neben der geläufigen Sicht der Dinge dem Tier gegenüber - einen Zusätzlichen Grund der GEGEN Tierquälerei spricht!

Info: Ich habe Kant dennoch erwähnt obwohl ich NICHT seine Ansicht eines "anthropozentrischen Weltbildes", bei dem Tiere, Pflanzen und unbelebte Materie keinen eigenständigen Wert besitzen und nur eine Existenzberechtigung haben, sofern sie dem Menschen dienen, teile. WEIL seine philosophischen Ansichten, davon abgesehen, sehr wichtige und vor allem richtige sind, welche sich ein jeder - wie schon erwähnt - zu Herzen nehmen sollte.


Auf das anthropozentrische Weltbild werde ich ein andern mal gezielt eingehen.

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