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Sonntag, 10. Oktober 2010

[NEWS] Weiterer Sieg für Stiere in Spanien

Quelle: Comprendes - Das Spanienmagazin

Nach dem Stierkampfverbot in Katalonien vor zwei Monaten, welches Anfang 2012 in Kraft tritt, muss die Stierkampflobby nun eine weitere bittere Niederlage einstecken. Der Madrider Senat hat gestern den Antrag der konservativen Volkspartei PP, das blutige Gemetzel zum Kulturgut erklären zu lassen, niedergeschmettert.

MADRID / SPANIEN (10.10.2010): Nach dem Stierkampfverbot in Katalonien vor zwei Monaten, welches Anfang 2012 in Kraft tritt, muss die Stierkampflobby nun eine weitere bittere Niederlage einstecken. Der Madrider Senat hat gestern den Antrag der konservativen Volkspartei PP, das blutige Gemetzel zum Kulturgut (“Bien de Interés Cultural”) erklären zu lassen, mit 129 zu 117 Stimmen niedergeschmettert.

Nicht der spanische Staat als Ganzes, sondern nur die einzelnen autonomen Regionen könnten den Stierkampf zum Kulturgut erklären, so die Sozialistische Arbeiterpartei Spaniens (PSOE).

Der Abgeordnete der CiU, Josep Maldonado, hat betont, dass viele Leute nicht die Szenen des Leidens die sich in den Stierkampfarenen ereignen, sehen wollen und vor allem das Interesse an diesen Spektakeln stark zurückgehen. Obwohl er den kulturellen und traditionellen Charakter des Festes nicht verneint hat, bekräftigt er ausdrücklich, dass diese Umstände die Grausamkeit nicht rechtfertigen.

Pío García Escudero (PP) versuchte vergeblich, mit der Erwähnung stierkampffanatischer Künstler wie Pablo Picasso oder Federico Garcia Lorca, sich mit den üblichen scheinheiligen Argumenten von Kunst und Kultur Gehör zu verschaffen. Diese Künstler gehören der Vergangenheit an, genauso wie die Tage des Stierkampfs gezählt sind.

Die erbitterteten Pläne der Stierkampflobby, die Folter sogar als Immaterielles Kulturerbe von der UNESCO schützen zu lassen, dürften somit ebenfalls einen Dämpfer erhalten, denn die Erklärung als Kulturgut gehört mit zu den Bedingungen, die von allen Ländern der Welt in denen Stierkämpfe stattfinden, offensichtlich erfüllt werden müssen.

Die konservative Volkspartei prüft unterdessen noch immer, ob sie das in Katalonien ausgesprochene Stierkampfverbot vor dem Verfassungsgericht anfechten kann.

Die Angst der Stierkampflobby vor dem Aus ist groß, zudem nun auch noch die Europäische Union damit droht den Geldhahn für die blutigen Subventionen zuzudrehen. Am Mittwoch hat die Volkspartei von Katalonien im Europäischen Parlament eine internationale Kampage begonnen, um die Stierkämpfe als “Kulturerbe” zu verteidigen.

Demütigung und Folter eines Lebewesens kann weder als Kultur verstanden, noch Blutvergießen Kunst genannt werden und erst recht nicht mit unseren Steuergeldern subventioniert werden.

Quelle: Comprendes - Das Spanienmagazin


Super das sind doch mal tolle Nachrichten - ein gesamtes Stierkampfverbot rückt immer näher.

Ich hatte bereits über den Verbot in Katalonien berichtet: HIER KLICKEN

1 Kommentare:

Das sind wirklich super Neuigkeiten :-) Geht doch!!
 

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