SkaⓋoluzzer

"Save the Earth, it's the only planet with Chocolate!"

Montag, 2. Mai 2011

Osama bin Laden ist TOT - Grund zur Freude?

Osama Bin Laden ist nun tot. Das deswegen nun weltweite Freudentänze stattfinden - insbesondere in den USA, kann ich nachvollziehen - wer mag es den Leuten auch verdenken, wenn ein solch "böser" Mensch nun nicht mehr unter uns weilt, (auch ich weine ihm keine Träne nach) ABER was ich nicht gut finde...

...wie Staatsführer demokratischer Länder in welchem die Todesstrafe oder ähnliches verboten ist, sich positiv zu der Ermordung äußern.
Steht dies nicht im Konflikt mit den staatsinternen Regeln?
Wird dadurch nicht der Eindruck vermittelt - WIR würden sowas NIE tun, aber freuen uns, wenn es andere tun?
Wo verläuft die Grenze?
Sollte man sich überhaupt über den Tod eines anderen Menschen freuen - egal wie schlecht dieser ist?

Jeder sollte dies handhaben wie er es für richtig hält, aber als Amtsträger und Repräsentant eines Staates sollte man auch die Außenwirkung bestimmter Äußerungen mitbedenken und ob diese mit den eigenen (des jeweilig repräsentieren Landes) Grundprinzpien vereinbar sind.

Im offiziellen "Pressestatement der Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Tötung von Osama bin Laden" heißt es unter anderem:

[...Bin Laden war die Symbolfigur des internationalen Terrorismus, der kein Leben achtet, der nur tötet und der nur zerstört...]

[...BK´in Merkel: Ich bin heute erst einmal hier, um zu sagen: Ich freue mich darüber, dass es gelungen ist, bin Laden zu töten...]

Frau Merkel kritisiert an Osama bin Laden, dass er unter anderem "kein Leben achtet" und äußert sich im selben Statement noch mit den Worten: "Ich freue mich darüber, dass es gelungen ist, bin Laden zu töten" - WO BITTE ist hier die geforderte ACHTUNG VOR DEM LEBEN zu lesen? Nach deutschem Recht hat jeder so etwas wie Menschenrechte, egal wie "böse" er ist. Ich finde einfach, dass mit solchen Äußerungen ein falsches Bild vermittelt wird.

3 Kommentare:

Ich stimme dir zu und ergänze noch:
Das 5. Gebot ;-)
 
Diese Frage habe ich mir im Bezug zur Ermordung von Gadafi's Sohn gestellt. Ist es angebracht hier Mitleid mit diesem Menschen zu haben? Schließlich ist es schlimm als Vater seinen Sohn zu verlieren, allerdings hat er selbst unendlich viele Morde auf seine "Kappe" zu nehmen.
Jetzt ähnlich..darf man sich über den Tod eines Menschen, der viel Unrecht getan und viel Leid geschaffen hat, freuen? Ich weiß, der Vergleich hinkt..aber freuten sich nicht auch Viele, als sie vom Selbstmord Hitlers hörten? Beides Menschen, die Morde in hoher Zahl in Auftrag gegeben haben. Richtig ist, dass niemand das Recht hat das Leben eines Menschen auszulöschen, egal was er getan hat. Manchmal ist es aber schwer, gerade bei heftigen Verbrechen, dieser Art von "Selbstjustiz" anzukreiden. Für viele ist es nachvollziehbar, Gleiches mit Gleichem zu vergelten.
Mir machen eher andere Dinge Sorgen. Was folgt? Welche Konsequenzen hat der Tod Bin Ladens auf die internationale Sicherheit. Wenn ich mir die Geschichte so ansehe, haben schon weit weniger spektakuläre Ereignisse zu Kriegen geführt. Das macht mir gerade etwas Angst.
 
Inhaltlich bin ich total bei Dir... und war auch so frei den Link via Facebook zu posten, da ich konkret nach kritischen Meinungen gesucht habe.
Allerdings hat sich... ähja... Uli der Fehlerteufel eingeschlichen. Wenn jemand tot ist dann doch bitte mit T am Ende. Nix für Ungut. :-)
 

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