SkaⓋoluzzer

"Save the Earth, it's the only planet with Chocolate!"

Samstag, 28. Mai 2011

Warum nerven Veganer?

Warum kommt es mir und sicherlich auch vielen anderen Veganer oft so vor man würde, alleine durch seine Ernährungsgewohnheit, andere nerven?

Warum Veganer nerven? - Eine interessante Frage, welche ich mal versucht habe zu beantworten:

Ich denke nicht das man als Veganer mehr nervt als Omnis. Es ist viel mehr was damit einhergeht.

Für viele ist "Veganismus" ein ungelesenes Buch. Irgendwo wurde schonmal der Titel aufgeschnappt, nur was drin steht - wissen viele nicht und das wollen es auch nicht zwingend. Wenn nun aber ein "Veganer" in ihr Umfeld tritt - ist plötzlich ungewollt ein Kapitel aufgeschlagen - man macht sich automatisch über das "Neue" Gedanken - versucht evtl. gar einen Sinn dahinter zu finden, den man sich selbst ableitet - allerdings würde die Erkenntniss dahinter das eigene Weltbild ins wanken bringen können. Und da der Mensch ein Gewohnheitstier ist - ist dies ja nicht gewollt^^

Selbst wenn man sich als Veganer bedenkt hält und freundlich auf Fragen antwortet - sein "Wissen" nicht aufdrängt. Kommt sein Gegenüber in eine Situtation des grübelns, wobei verschiedenste Emotionen geweckt werden können: vom "Schlechten Gewissen" bishin zur "Verachtung, weil sein Gegenüber seine Lebensweise ggf. für moralischer empfindet"... ist alles dabei.

Lange Rede kurzer Sinn: Mit nem Veganer in der Nähe, auch wenn dieser recht still ist - fühlen sich viele in eine Art Zugzwang gedrängt und dieses "unangenehme" Gefühl wird wohl manchmal auf den Menschen der Vegan lebt projiziert - er wird schlichtweg als nervig empfunden und das mit seiner bloßen Anwesenheit...


--> Und dann gibt es ja noch die Situation wo ein Gespräch herrausgefordert wird und in der Regel ist es so, dass man als Veganer auf die meisten gängigen Fragen auch sehr gute Argumente hat - was allerdings den Fragesteller gewisserweise entmachtet - er möchte ja nicht, dass seine Lebensweise als "schlecht" hingestellt wird. Und wenn sämtliche Argumente Pro-Fleisch entkräftet werden ... was ja nicht weiter verwunderbar ist, da man sich als Veganer sehr viel mit der eigenen Ernährung, dem Veganismus auseinandergesetzt hat, als ein Omni - jener kommt oftmals ohne seine Hausaufgaben gemacht zu haben - ergo: bekommt er das Gefühl in einer "Diskussion" einem "Klugschei****" gegenüberzusitzen und das kann dann evtl. auch nerven. Und dabei wird einem nur der eignene Spiegel vor Augen gehalten...

So oder so - recht machen kann man es nicht jedem und Übel nehmen sollte es den meisten auch nicht.

Ich lebe vegan und auch wenn ich mit meiner Lebensweise "Gefahr laufe zu nerven" bin ich mir immer im klaren darüber, dass sich die Person welche sich ggf. gestört wird - zumindestens Gedanken macht und das ist es auch im Endeffekt was am wichtigsten ist - Gedankenanstöße geben - sei es auch nur mit der bloßen Anwesenheit ;)

Samstag, 21. Mai 2011

Galileo - Mein Leben als Veganer

"Christian "verzichtet" bereits seit neun Jahren auf alle tierischen Produkte.
Was treibt ihn an, sich so einzuschränken?
Und führt das nicht zwangsläufig zu Mangelernährung?
Galileo klärt die wichtigsten Vorurteile in Sachen veganer Lebensstil und zeigt, dass Tierprodukte selbst in Produkten stecken, bei denen man es so gar nicht denken würde."

Hier gehts zum Beitrag!

Ich persönlich finde den Beitrag klasse, da jener zum einen WIRKLICH fair ist (nicht so wie viele andere Sendungen bei denen die Fleisch- und Milchlobby ihre Hände im Spiel hatte) und es auf Galileo ausgestrahlt wurde - jener "Mainstream"-Sendung mit sehr vielen Zuschauern. Der sympathische junge Mann im Beitrag mit dem Namen "Christian Vagedes" ist übrigens Vorsitzender der "Veganen Gesellschaft Deutschland".

Eine kleine Anmerkung hätte ich jedoch dennoch zu dem Beitrag - es viel der Satz, dass sich Veganer bestmöglich jedes Jahr ärztlich durchchecken lassen sollten. ICH finde das dies in diesem Kontext JEDER tun sollte - gerade die breite Masse der Omnis läuft meines erachtens viel schneller Gefahr an Mangelerscheinungen zu erkranken - die meisten Veganer sind in Ernährungsfragen recht gut aufgeklärt, im Gegensatz zum "Durchschnittsbürger". Es wird leider viel zu viel gegessen, ohne das man wirklich noch weiß WAS man da überhaupt isst. Ich kann jedem nur das Buch "Skinny Bitch" ans Herz legen. Hier geht es in erster Linie darum aufzuklären WAS man eigentlich tagtäglich konsumiert und das man einfach bewusster essen soll.

Montag, 2. Mai 2011

Osama bin Laden ist TOT - Grund zur Freude?

Osama Bin Laden ist nun tot. Das deswegen nun weltweite Freudentänze stattfinden - insbesondere in den USA, kann ich nachvollziehen - wer mag es den Leuten auch verdenken, wenn ein solch "böser" Mensch nun nicht mehr unter uns weilt, (auch ich weine ihm keine Träne nach) ABER was ich nicht gut finde...

...wie Staatsführer demokratischer Länder in welchem die Todesstrafe oder ähnliches verboten ist, sich positiv zu der Ermordung äußern.
Steht dies nicht im Konflikt mit den staatsinternen Regeln?
Wird dadurch nicht der Eindruck vermittelt - WIR würden sowas NIE tun, aber freuen uns, wenn es andere tun?
Wo verläuft die Grenze?
Sollte man sich überhaupt über den Tod eines anderen Menschen freuen - egal wie schlecht dieser ist?

Jeder sollte dies handhaben wie er es für richtig hält, aber als Amtsträger und Repräsentant eines Staates sollte man auch die Außenwirkung bestimmter Äußerungen mitbedenken und ob diese mit den eigenen (des jeweilig repräsentieren Landes) Grundprinzpien vereinbar sind.

Im offiziellen "Pressestatement der Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Tötung von Osama bin Laden" heißt es unter anderem:

[...Bin Laden war die Symbolfigur des internationalen Terrorismus, der kein Leben achtet, der nur tötet und der nur zerstört...]

[...BK´in Merkel: Ich bin heute erst einmal hier, um zu sagen: Ich freue mich darüber, dass es gelungen ist, bin Laden zu töten...]

Frau Merkel kritisiert an Osama bin Laden, dass er unter anderem "kein Leben achtet" und äußert sich im selben Statement noch mit den Worten: "Ich freue mich darüber, dass es gelungen ist, bin Laden zu töten" - WO BITTE ist hier die geforderte ACHTUNG VOR DEM LEBEN zu lesen? Nach deutschem Recht hat jeder so etwas wie Menschenrechte, egal wie "böse" er ist. Ich finde einfach, dass mit solchen Äußerungen ein falsches Bild vermittelt wird.

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